Pionierstadt - Partnerschaft für klimaneutrale Städte 2030

Die Stadt Innsbruck verfolgt mit der Teilnahme an der Mission: Klimaneutrale Stadt das Ziel die Weichen für das Erreichen der Klimaneutralität zu stellen. Neben der Schaffung magistratsinterner Strukturen werden, gemeinsam mit den Stakeholdern, klimaeffektive Maßnahmen im Bestandsquartier „Eichhof“ getestet und anschließend bestmöglich stadtweit umgesetzt. Der intensive Austausch mit den anderen Pionierstädten, die bewusste Nutzung der Synergie und das damit verbundene breite Spektrum an Wissen und Erfahrung sind dabei notwendige Ressource zur Umsetzung dieses Projekts.

Kurzbeschreibung

Luftaufnahme Innsbruck
Luftaufnahme Innsbruck (Stefanie Grüssl)

Ausgangssituation / Motivation

Der Klimawandel als globales Phänomen wirkt sich mehr denn je spürbar und umfassend auf die Lebensrealität der Menschen aus. Vor allem im städtischen Bereich müssen Resilienzen aufgebaut und die Umgebung an die neuen Gegebenheiten angepasst werden. Gemeinsam mit anderen Pionierstädten möchte der Magistrat Innsbruck seiner Vorbildfunktion nachgehen und schnellstmöglich diese Klimawandelanpassungen vorantreiben.

Inhalt und Zielsetzungen

Mit der Teilnahme an der Pionierstadt verfolgt die Stadt Innsbruck das Ziel die Weichen für das Erreichen der Klimaneutralität zu stellen. Um die Zielerreichung zu beschleunigen, müssen folgende, ineinanderwirkende Themen verstärkt in den Fokus rücken:

  • Städtische Governance
  • Klimaneutralitätsrelevante Prozesse
  • Rechtliche Rahmenbedingungen
  • Datengrundlagen und -monitoring
  • Klimaneutrale Quartiersentwicklung
  • Wissenstransfer und gemeinsame Lösungsfindung mit den anderen Pionierstädten

Vorgehensweise / Umsetzung

Als Grundstein für die Transformation zur klimaneutralen Stadt muss Klimaneutralität in der städtischen Governance verankert und umgesetzt werden. Das übergeordnete Ziel der Verwaltungsinnovation benötigt vor allem Verbindlichkeiten und das Engagement der Führungsebenen (Bürgermeister, Magistratsdirektorin und Abteilungsleiter:innen), welche nur im Verbund agierend die notwendigen Hebel in Bewegung setzen können, um die relevanten Strategien, Entscheidungen und Prozesse hinsichtlich der Klimaneutralität im Magistrat zu implementieren.

Als ersten Schritt soll an die enge Zusammenarbeit und die erfolgten Gespräche im Zuge der Fit4UrbanMission mit der Baudirektion angeknüpft werden. Vor allem sollen rechtliche Hindernisse in Hinblick auf die effektive Verwirklichung klimaneutraler Vorhaben identifiziert und entsprechende Maßnahmen in die Wege geleitet werden.

Weitere Schritte in Richtung klimaneutraler Magistrat beinhalten unter anderem die Bewusstseinsbildung im Bereich der Beschaffung, ein gesamtheitlicher klimaneutraler Ansatz in Kombination mit dem Vorantreiben der Digitalisierung sowie ständige Positionierung und Priorisierung der Klimathematik in sämtlichen Budgetierungsprozessen von Klein- und Großprojekten der Stadt Innsbruck.

Die wichtigsten Stakeholder zur Erreichung der Klimaneutralität in Innsbruck sind, neben dem Stadtmagistrat, die Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG), die Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB) und die Innsbrucker Verkehrsbetriebe (IVB). Das Quartier, das auf den Weg zur Klimaneutralität gebracht wird, ist zu hundert Prozent Eigentum der IIG.

Die Eigentümerstruktur war maßgebliches Kriterium bei der Auswahl des Quartiers, welches in Zukunft als Modell für die Eruierung von Bereichen zur Erreichung der Klimaneutralität fungieren wird. Der intensive Austausch zwischen Umsetzer:in und Behörde spielt eine zentrale Rolle in der Identifizierung und Adaptierung der Prozesse.

Die IKB als verantwortliche Institution für Abfallentsorgung, Wasser- und Energieversorgung sowie die IVB als Mobilitätsdienstleisterin und bedeutsame Akteurin in Hinblick auf die angepeilte Dekarbonisierung der Fahrzeugflotte nehmen als starke Partner für die Klimaneutralität in Innsbruck eine entscheidende Rolle ein.

Gemeinsam mit den genannten Stakeholdern und weiteren relevanten Akteuren wie dem Flughafen Innsbruck und der Universität Innsbruck soll eine gesamtstädtische Treibhausgasbilanz erstellt werden, welche jährlich aktualisiert und den Fortschritt in Richtung Klimaneutralität darstellen soll.

Des Weiteren soll ein Controlling-Tool installiert werden, dass eine kurzfristige und evidenzbasierte Entscheidungsfindung durch permanente Evaluierung gesammelter und zu sammelnder Daten gewährleisten und so eine zielgerichtete Korrektur bei drohender Verfehlung gesetzter Klimaziele sicherstellen soll.

Der Begleitprozess zur öffentlich-öffentlichen Kooperation umfasst eine bedarfsorientierte Beratung und Vernetzung in fachlich-inhaltlichen Fragen auf dem Weg zur Klimaneutralität. Dieses Angebot möchte die Stadt Innsbruck vollumfänglich nutzen und gemeinsam mit den anderen Pionierstädten mit- und füreinander eine Lernumgebung schaffen, über die der Wissensaufbau und die Erreichung der Klimaneutralität beschleunigt werden können.

Erwartete Ergebnisse

Durch die ganzheitliche Erfassung, Analyse und Optimierung sämtlicher Geschäftsprozesse hinsichtlich Klimaeffektivität, der ständigen Re-Evaluierung und Kontrolle durch das Datamanagement und den intensiven Austausch mit den anderen Pionierstädten wird in den nächsten Jahren der Grundstein zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2030 gelegt werden.

Projektbeteiligte

Projektleitung

Innsbruck, Büro der Magistratsdirektorin

Kontaktadresse

Thomas Zajc
Maria-Theresien Straße 18
Tel.: +43 (512) 5360 3311
E-Mail: Thomas.zajc@magibk.at
Web: www.innsbruck.gv.at