SuperQ3 - Quartiersdemonstration Superblock im Stadtteil Dreiheiligen in Innsbruck

SuperQ3 demonstriert erstmals wissenschaftlich begleitet das Superblock-Konzept in Innsbruck als Modell für klimaneutrale Quartiersentwicklung. Das Projekt verbindet Verkehrsberuhigung, Verbesserung von Umwelt- und Aufenthaltsqualität sowie partizipative Transformation im Stadtteil Dreiheiligen. Ergebnis sind übertragbare Stadtbausteine, praxisnahe Leitfäden und evidenzbasierte Erkenntnisse für weitere Quartiere.

Kurzbeschreibung

Ausgangssituation

Die Transformation urbaner Quartiere ist entscheidend für die Erreichung der Klimaneutralitätsziele. Innsbruck stellt sich als mittelgroße Pionierstadt der Herausforderung, das internationale Konzept Superblock als Quartiersdemonstration mit Fokus auf die Teilbereiche Umwelt- und Aufenthaltsqualität, Block und Gebäude, Mobilität und Sozialraum umzusetzen. 

Nach Abschluss einer stadtweiten Potenzialanalyse im Jahr 2025 besteht nun der dringende Bedarf, den ganzheitlichen Stadtentwicklungs-Ansatz Superblock erstmals in einem der Gebiete wissenschaftlich begleitet zu demonstrieren und übertragbare Erkenntnisse für die Anwendung in weiteren Quartieren und weiteren Städten zu generieren.

Inhalt und Zielsetzung

Das Projekt entwickelt die erste umfassende, wissenschaftlich begleitete Superblock-Demonstration in einer mittelgroßen alpenländischen Stadt. Die Gebäude-Quartier-Integration, konsequenter Re-use von Baumaterialien und die Anwendung der NEBKritQ-Qualitätskriterien setzen neue Standards für klimagerechte Quartiersentwicklung in Europa. 

Kernziele sind: 

  • prototypische Entsiegelung mit Schwammstadt-Prinzipien für nachweisbare Mikroklima-Verbesserungen, 
  • partizipative Transformation durch diversitätssensible Beteiligungsformate unter besonderer Berücksichtigung von FLINTA*-Personen, Kindern und marginalisierten Gruppen, 
  • die Entwicklung modularer, übertragbarer Stadtbausteine,
  • messbare Reduktion des motorisierten Individualverkehrs und Förderung aktiver Mobilität.

Methodisch innovativ ist der "Research by Design"-Ansatz, der temporäre Tactical-Urbanism-Interventionen mit dauerhaften Transformationen verbindet und durch engmaschiges Monitoring validiert

Methodische Vorgehensweise und erwartete Ergebnisse

Das Projekt liefert evidenzbasierte Grundlagen für klimaneutrale Stadtentwicklung: einen wissenschaftlich validierten Leitfaden für Superblock-Implementierung mit modularen Stadtbausteinen, quantifizierte Wirkungsnachweise zu CO₂-Reduktion und Mikroklima-Verbesserung. Die erprobten Monitoring- und Evaluierungsmethoden ermöglichen die systematische Übertragung auf weitere Quartiere. 

Für Innsbruck entsteht ein praxisnahes Governance-Modell für partizipative Transformation mit direkter Anwendbarkeit in den weiteren identifizierten Potenzialgebieten. Die Erkenntnisse zu gendersensiblen Planungsprozessen, Re-use-Strategien und adaptiver Freiraumgestaltung werden über Innsbruck hinaus disseminiert und stehen als anwendbare Leitfäden zur Verfügung.

Projektbeteiligte

Projektleitung

Landeshauptstadt Innsbruck

Projekt- bzw. Kooperationspartner:innen

  • Innovationslabor future.lab - Plattform für inter- und transdisziplinäre Lehre und Forschung, TU Wien
  • Studio bauchplan ).( - Landschaftsarchitektur und Stadtplanung

Kontaktadresse

Landeshauptstadt Innsbruck / Dr. Marcus Maier
Maria-Theresien-Straße 18
A-6020 Innsbruck
Tel.: +43 (512) 5360 3361
E-Mail: Marcus.Maier@innsbruck.gv.at