SlagShot
Kurzbeschreibung
Ausgangssituation/Motivation
Spritzbetonanwendungen bleiben im Infrastruktur-Bau und -Instandhaltung unabdingbar. Es liegen Forschungsergebnisse vor, die eine Nutzbarmachung von Schlacken aus Elektro-Lichtbogenöfen der Stahlherstellung als teilweisen Zementersatz nahelegen.
Inhalte und Zielsetzungen
ParaStruct's materialtechnologische Expertise wurde bereits in mehreren Kundenprojekten mit EAF-Schlacken genutzt, wobei das Projektkonsortium vielversprechende ökobilanzielle Verbesserung durch graduellen Zement-Ersatz im Bereich Ausfachung von Zwickeln im Kontext der Infrastruktur-Maßnahmen der WienerLinien anstrebt, wobei Abteilung "U-Bahn Neubau Nord" als Inputgeber:in fungiert.
Methodische Vorgehensweise
Auf Grundlage diverser EAF-Schlacken werden Versuchsreihen zur bautechnischen Anwendbarkeit, bestehend aus Materialerhebungen, Erprobung diverser Mischverhältnisse, Kennwert-Bestimmungen und praktikable Anwendung mit marktüblichen Spritzbeton-Gerät geleistet. Dies gliedert sich in Literaturrecherche, Materialforschung, Machbarkeitsstudie, Prozessengineering, Lebenszyklusanalyse und Partnerkommunikation.
Bei erfolgreicher Erprobung dient die Sondierung im Zuge von SlagShot als Grundlage für weitere wirtschaftliche Nutzung der Erkenntnisse, um in einem kritischen Bereich die notwendige Menge an Zement signifikant zu reduzieren. Die Sondierung soll erheben, ob es möglich ist mit EAF-Schlacken in Spritzbetonen Festigkeiten bis zu C20/25 zu erreichen.
Angestrebte KPI sind:
- Reduktion CO2-Emissionen in Bindemittel für Spritzbeton C20/25 bis zu 50%
- Reduktion von Primärrohstoffbedarf: 40–70 %
- Spritzbeton auf Basis EAF Binder 10% günstiger als Standardspritzbeton
- Zeithorizont bis zur Markteinführung: <3 Jahre nach Folgeprojektstart
Erwartete Ergebnisse
Bei erfolgreichem Abschluss besteht ausdrückliches Interesse an anschließenden gemeinsamen F&E-Projekten, sowie verstärkter Zusammenarbeit in der Verwertung von anfallenden Reststoffmengen und Anwendung von Kreislauf-Baustoffen.
Damit wird die urbane Kreislaufwirtschaft, die Klimawandelanpassung, die Klimaneutralitätsbestreben als auch die Zukunftssicherheit der Stadt Wien gestärkt und vereinfacht die Adoption für sämtliche Gemeinden und Städte in Österreich und weitergehend in der ganzen EU.
Dem Städtebau, Projektentwicklern, Generalunternehmen sowie Planenden stehen mit den resultierenden Material-Lösungen mittel- bis langfristig neue, wirtschaftliche und werthaltige Baustoffe zur Verfügung. Einer der wichtigsten Bausteine am Weg zu einer klimaneutralen Stadt.
Die erhöhte Ressourceneffizienz, reduzierte Einkaufspreise wie niedrigere Abfallkosten und Deponievolumen unterstreichen die gemeinsame Vision von Kreislauf-Baustoffen und zirkulärer Bauwirtschaft.
Projektbeteiligte
Projektleitung
ParaStruct GmbH
Projekt- bzw. Kooperationspartner:innen
- DI Thomas Matthias Romm ZT
- Wiener Linien GmbH & Co KG
Kontaktadresse
ParaStruct
Georg Breitenberger
Speckbacherstrasse 39
A-6020 Innsbruck
Tel.: +43 (664) 310 42 21
E-Mail: georg.breitenberger@parastruct.com
Web: www.parastruct.org