ReNew Lindenplatz - Auflösung zentraler Zielkonflikte für die klimafitte Transformation des Lindenplatz-Quartiers in Kapfenberg

Das Sondierungsprojekt ReNew Lindenplatz entwickelt am Beispiel des historischen Altstadt­quartiers rund um Lindenplatz und Hauptplatz in Kapfenberg einen übertragbaren Planungs­ansatz für klimaneutrale und klimaresiliente Klein- und Mittelstädte. Durch interdisziplinäre Analysen, partizipative Prozesse und szenariobasierte Variantenentwicklung wird ein integriertes Transformations­konzept für das Quartier erarbeitet. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für ein nachfolgendes Demonstrations­projekt und liefern übertragbare Lösungs­ansätze für andere österreichische Pionier­kleinstädte.

Kurzbeschreibung

Ausgangssituation/Motivation

Historisch gewachsene Stadtzentren in Klein- und Mittelstädten stehen vor komplexen Herausforderungen bei der Umsetzung von Klimaneutralitätszielen. Im Gegensatz zu Großstädten fehlen vielfach praxiserprobte Planungsansätze, die den besonderen Rahmenbedingungen kleiner urbaner Strukturen – etwa begrenzter Flächenverfügbarkeit, ortsbildschutzrechtlicher Vorgaben und kleinteiliger Eigentumsverhältnisse – gerecht werden.

Inhalte und Zielsetzungen

Das Sondierungsprojekt ReNew Lindenplatz adressiert diese Lücke am Beispiel des Altstadtquartiers rund um Lindenplatz und Hauptplatz in Kapfenberg, einer österreichischen Pionierkleinstadt auf dem Weg zur Klimaneutralität.

Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines systematischen und übertragbaren Planungsansatzes für klimaneutrale und klimaresiliente Altstadtquartiere. Im Mittelpunkt stehen vier zentrale Konfliktfelder der Transformation:

  1. Energie–Ortsbildschutz-Dilemma bei der Integration erneuerbarer Energien in historisch sensible Stadtstrukturen,
  2. Mobilitäts–Raum-Konflikt durch konkurrierende Nutzungsansprüche im öffentlichen Raum,
  3. Leerstand–Vitalitäts-Paradoxon in Bezug auf die Aktivierung leerstehender Erdgeschoßzonen, sowie
  4. die Entwicklung klimaresilienter Plätze mit gestalterischer Kohärenz.

Methodische Vorgehensweise

Methodisch kombiniert das Projekt interdisziplinäre Bestandsanalysen, partizipative Beteiligungsprozesse, szenariobasierte Variantenentwicklung und Multi-Kriterien-Entscheidungsverfahren (MCDM).

Erarbeitet wird ein integriertes Transformationskonzept für das Quartier, einschließlich eines sektorgekoppelten Energiesystems auf Basis erneuerbarer Energien, klimaresilienter Platzgestaltung, nachhaltiger Mobilitätslösungen sowie Nutzungskonzepte zur Reaktivierung leerstehender Erdgeschoßzonen.

Erwartete Ergebnisse

Ergebnis ist eine konsensfähige Vorzugsvariante als Grundlage für ein nachfolgendes Demonstrationsprojekt. Gleichzeitig entstehen übertragbare Planungsinstrumente und Konfliktlösungsstrategien, die anderen österreichischen Pionierkleinstädten als skalierbares Modell für klimaneutrale Altstadtentwicklung dienen können.

Projektbeteiligte

Projektleitung

4ward Energy Research GmbH

Projekt- bzw. Kooperationspartner:innen

  • Stadtgemeinde Kapfenberg
  • formart ST ZT GmbH

Kontaktadresse

4ward Energy Research GmbH
Reininghausstraße 13a
A-8020 Graz
Tel.: +43 (664) 8822 6556
E-Mail: martina.heidenhofer@4wardenergy.at
Web: www.4wardenergy.at