REFUGIUM - Innovative Nutzung kirchlicher Infrastruktur für eine inklusive und klimafitte Quartiersentwicklung

REFUGIUM entwickelt einen neuen Kooperationsansatz (Public-Private Partnership) zwischen der Stadt Klagenfurt und der Katholischen Kirche. In vier Pilotquartieren werden gemeinsam innovative Klimaschutzmaßnahmen identifiziert und unter­sucht. Die Sondierung dient als Grundlage für angedachte Demoprojekte und stellt somit einen wichtigen Beitrag zur Smart-City-Klimastrategie und zur EU-Cities-Mission "100 climate neutral and smart cities by 2030" dar.

Kurzbeschreibung

Hintergrund

Klagenfurt ist die einzige österreichische Stadt in der EU Cities Mission und seit 2023 eine von zehn Pioniergroßstädten im Rahmen einer ÖÖK mit dem BMIMI. Aufgrund des voranschreitenden Klimawandels müssen Maßnahmen zur Emissionsreduktion zunehmend mit Klimawandelanpassungsmaßnahmen und sozialen Elementen verknüpft werden. Nur durch deren innovative Verknüpfung kann eine nachhaltige, sozial- und umweltverträgliche Entwicklung für heutige und zukünftige BürgerInnen sichergestellt werden.

Die Klimaziele können nur erreicht werden, wenn zunehmend auch externe Stakeholder durch Kooperationen aktiv in den Klimafahrplan der Stadt integriert werden.

Inhalt

In vier Quartieren – bestehend aus Wohn-, Bildungs-, Kirchen-, Sozial- und Sondernutzung – werden folgende vier Kernelemente untersucht:

  • Nachhaltige Mobilität: Stärkung aktiver Mobilität & ÖV durch Mikro-Mobilitätsknoten
  • Nachhaltige Energie: Aufbau von Energiegemeinschaften mit Kirchenakteuren & Ausweitung auf benachbarte Siedlungsgebiete
  • Ökologische Nachhaltigkeit: Bodenentsiegelung, Dachbegrünung, Verschattung – für Biodiversität & Hitzeschutz
  • Soziale Resilienz: Erweiterung kultureller & pastoraler Angebote durch KI-basierte, niederschwellige digitale Tools

Ziele - Konzeption einer Grundlage für:

  • Die Entwicklung einer Win-Win-Situation zwischen Stadt und Kirche
  • Einen Beitrag zur Erreichung der Smart-City-Klimaziele Klagenfurts
  • Die Aufwertung brachliegender kirchlicher Infrastruktur und Öffnung für die gesamte Bevölkerung
  • Die Sicherstellung einer sozial- und umweltverträglichen Entwicklung für heutige und zukünftige BürgerInnen

Methodik

REFUGIUM verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz unter Einbeziehung von Partnern aus sozialen, technologischen, verwaltenden, fachplanerischen und ökologischen Bereichen. Der Triple Bottom Line Ansatz (ökologisch, sozial, ökonomisch) leitet die Maßnahmenentwicklung.

Ein wissenschaftlicher Partner führt eine Status-Quo-Analyse durch; eine Sozialorganisation stellt sicher, dass alle Bevölkerungsgruppen sowie genderspezifische Themen ausreichend berücksichtigt werden.

Erwartete Ergebnisse

  • Identifizierte und untersuchte Klimaschutzmaßnahmen für vier Pilotquartiere
  • Ein übertragbarer Kooperationsrahmen (PPP-Modell) mit großem Skalierungspotenzial auf andere Kirchen in Klagenfurt und in anderen Städten
  • Aufgewertete, attraktivere und klimafitte kirchliche Infrastruktur als offener Begegnungsraum
  • Grundlage für die gemeinsame Umsetzung der Maßnahmen im Anschluss an die Sondierungsphase

Projektbeteiligte

Projektleitung

IPAK - International Project Management Agency Klagenfurt on Lake Wörthersee GmbH

Projekt- bzw. Kooperationspartner:innen

  • Caritas Kärnten
  • Fachhochschule Kärnten
  • PLANUM Fallast & Partner GmbH
  • Refugium- Verein zur Förderung von Klimaschutz und Klimawandelanpassung im kirchlichen Umfeld

Kontaktadresse

Dr. Georg M. Eichler
Bahnhofstr. 19
A-9020 Klagenfurt am Wörthersee
Tel.: +43 (463) 537-4928
E-Mail: georg.eichler@klagenfurt.at
Web: https://www.smartclimatelab.at/