NEB:werk Payerbach - Gemeinsam Zukunft bauen: das Modellquartier NEB:werk Payerbach in der Weltkulturerbe - Region Semmering

Das Projekt NEB:werk Payerbach transformiert den zentralen Ortsplatz von Payerbach in der UNESCO-Weltkulturerbe-Region Semmering zu einem klimafitten, gemeinschaftlich getragenen Modellquartier im Sinne des New European Bauhaus. Durch die Verbindung von Umbaukultur, regionalem Handwerk, nachhaltigen Energiekonzepten und partizipativer Planung entsteht ein zukunftsweisender Ort für Wohnen, Arbeiten, Kultur und soziales Leben. NEB:werk versteht das baukulturelle Erbe als Ressource und entwickelt übertragbare Modelle für nachhaltige Quartiersentwicklung im ländlichen Raum.

Kurzbeschreibung

Ausgangssituation / Motivation

Die Marktgemeinde Payerbach liegt im Herzen der UNESCO-Weltkulturerbe-Region Semmering – einem europaweit einzigartigen Kulturraum mit herausragendem baukulturellem, handwerklichem und landschaftlichem Erbe. Trotz dieser Qualitäten ist der zentrale Ortsplatz von Payerbach heute von Leerständen, untergenutzten Gebäuden und ungenutztem öffentlichem Raum geprägt. Abwanderungstendenzen und struktureller Bedeutungsverlust stehen im Kontrast zum hohen kulturellen Kapital der Region.

Mit dem Projekt NEB:werk wird diese Ausgangslage als Chance verstanden: Aufbauend auf der bestehenden Initiative „Handwerk & Baukultur in der Weltkulturerbe-Region Semmering" soll der Ortskern von Payerbach gezielt weiterentwickelt und als zukunftsweisendes Quartier im Sinne des New European Bauhaus (NEB) positioniert werden. Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, der regionale Identität stärkt, gemeinschaftliches Leben fördert und gleichzeitig europäische Strahlkraft entfaltet.

Inhalte und Zielsetzungen

NEB:werk verfolgt die nachhaltige Transformation des Ortsplatzes von Payerbach in ein klimafittes, lebendiges und inklusives NEB-Modellquartier. Historische Bausubstanz und bestehende Freiräume werden als Ressource genutzt und im Sinne einer zeitgemäßen Umbaukultur weiterentwickelt. Regionale Materialien, traditionelle Handwerkstechniken und erneuerbare Energiekonzepte bilden dabei zentrale Bausteine.

Das Projekt verbindet Baukultur, Nachhaltigkeit und sozialen Zusammenhalt und setzt auf eine aktive Einbindung der lokalen Bevölkerung. Ziel ist ein multifunktionales Quartier mit Raum für Wohnen, Arbeiten, Handwerk, Kultur und gemeinschaftliche Nutzung. Gleichzeitig wird NEB:werk als Leuchtturmprojekt innerhalb der Weltkulturerbe-Region Semmering und als übertragbares Modell für ländliche Quartiersentwicklung auf europäischer Ebene positioniert.

Methodische Vorgehensweise

Die Projektentwicklung basiert auf einem interdisziplinären und partizipativen Ansatz. Analytisch-planerische Arbeiten (Bestandsanalysen, Potenzialstudien, Energie- und Freiraumkonzepte) werden eng mit Co-Creation-Formaten, Workshops und Beteiligungsprozessen verknüpft. Zum Einsatz kommen Methoden der Design-Based Research und der Aktionsforschung, die eine iterative Entwicklung im realen Nutzungskontext ermöglichen.

Lokale Akteur:innen, Vereine, Bewohner:innen sowie Expert:innen aus Architektur, Landschaftsarchitektur, Energieplanung, Handwerk, Sozialarbeit und Wirtschaft werden frühzeitig eingebunden. Ergänzend erfolgen Bedarfserhebungen und Zielgruppenanalysen. Die Ergebnisse werden systematisch dokumentiert, reflektiert und für andere Regionen skalierbar aufbereitet.

Erwartete Ergebnisse

Als Ergebnis entsteht ein integriertes Gesamtkonzept für das Quartier NEB:werk mit klaren Leitbildern, Maßnahmen, Governance-, Finanzierungs- und Umsetzungsperspektiven. Der Ortsplatz von Payerbach wird als attraktiver, klimaangepasster und konsumfreier Begegnungsraum neu definiert und erhält eine hohe Aufenthaltsqualität für alle Generationen.

Darüber hinaus liefert das Projekt übertragbare Modelle für Umbaukultur im Bestand, partizipative Quartiersentwicklung und gemeinwohlorientierte Nutzungskonzepte im ländlichen Raum. NEB:werk stärkt die regionale Wertschöpfung, fördert soziale Kohäsion und positioniert die Weltkulturerbe-Region Semmering als innovativen Kultur- und Lebensraum im europäischen Kontext.

Projektbeteiligte

Projektleitung

DI Johanna Digruber - HARDDECOR ARCHITEKTUR

Projekt- bzw. Kooperationspartner:innen

  • AKXSO GmbH
  • pointC holistic change e.U.
  • Fürst Holding GmbH
  • Standler Karin Dr.
  • UBW Unternehmensberatung Wagenhofer GmbH

Kontaktadresse

HARDDECOR ARCHITEKTUR
DI Johanna Digruber
Westbahnstraße 8/1D
A-1070 Wien
Tel.: +43 (664) 541 56 43
E-Mail: digruber@harddecor.at
Web: www.handwerk-baukultur.at
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