JAKUB & LEVI - Entwicklung eines innovativen klimaneutralen Quartiers im Siedlungsraum
Kurzbeschreibung
Ausgangssituation/Motivation
Die zunehmende Urbanisierung und der demografische Wandel stellen Städte und ländliche Regionen vor große Herausforderungen. Gerade in ländlichen Gebieten wächst der Bedarf an nachhaltigen, klimafreundlichen und sozial integrativen Wohn- und Lebensformen. Gleichzeitig ist es notwendig, Ressourcen zu schonen, den Verbrauch von Flächen zu minimieren und Umweltbelastungen zu reduzieren. Das Zusammenwirken von städtischen und ländlichen Räumen bietet Chancen für eine nachhaltige Entwicklung, die soziale, ökologische und wirtschaftliche Aspekte miteinander verbindet und regionale Potenziale effektiv nutzt.
Inhalte und Zielsetzungen
Das Projekt zielt darauf ab, ein klimaneutrales und ressourcenschonendes Quartier mit gemischten Nutzungsformen zu entwickeln, das den Bedürfnissen unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen gerecht wird. Es setzt auf den Einsatz ökologischer und regional verfügbarer Baustoffe wie Holz, Lehm oder Stroh, kombiniert mit innovativen Lösungen zur Energieversorgung, wie z. B. Energiegemeinschaften.
Darüber hinaus werden nachhaltige Mobilitätskonzepte integriert, um den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren und attraktive Alternativen anzubieten. Durch partizipative Planungsprozesse sollen Anwohner:innen, Eigentümer:innen und relevante Akteure frühzeitig eingebunden werden, um eine hohe Akzeptanz und soziale Integration zu gewährleisten.
Zusätzlich werden zukunftsfähige Wohnmodelle, wie generationenübergreifendes oder betreutes Wohnen, sowie verschiedene Mietmodelle entwickelt, um eine soziale Durchmischung zu fördern und neue Lebensqualitäten zu schaffen.
Methodische Vorgehensweise
- Analyse der lokalen Gegebenheiten und Bedarfe
- Planliche Untersuchung des Bestandes und der Liegenschaften,
- Entwicklung und Bewertung von Nutzungskonzepten und Bauweisen unter Berücksichtigung ökologischer Kriterien (z.B. CO₂-Bilanz)
- Ko-kreative Beteiligungsprozesse mit Bewohner:innen, Eigentümer:innen und Expert:innen (z.B. Co-Creation-Workshops, Vorbereitung Urban Sounding Board)
- Integration von Mobilitäts- und Energieversorgungslösungen in enger Abstimmung
- Planliche Darstellung des integrierten Gesamtkonzepts
- Erstellung eines praxisorientierten Kriterienkatalogs zur Übertragbarkeit auf andere Gemeinden
Erwartete Ergebnisse
Konzept und Planunterlagen für das klimaneutrale und nachhaltige Quartier demonstrieren eine deutliche Reduktion von CO₂-Emissionen, etwa um bis zu 95 % im Bau und 60 % im Betrieb. Durch vielfältige und inklusive Wohnformen wird die Lebensqualität der Bewohner:innen verbessert, während gleichzeitig lokale Wirtschaftskreisläufe und regionale Kompetenzen gestärkt werden.
Das Projekt liefert ein übertragbares Modell für nachhaltige Quartiersentwicklung in ländlichen Regionen, das zur Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele beiträgt, insbesondere in den Bereichen Klimaschutz, nachhaltige Infrastruktur und soziale Teilhabe. Darüber hinaus soll die Vernetzung zwischen Stadt und Land gefördert werden, um langfristig eine ausgewogene und nachhaltige Regionalentwicklung zu sichern.
Projektbeteiligte
Projektleitung
Arch.in Mag.a Jutta Wörtl-Gössler, RfM_Räume für Menschen Architektur
Projekt- bzw. Kooperationspartner:innen
- Arch.in Mag.a Uli Machold, RfM_Räume für Menschen Architektur
- GEA - Grazer Energieagentur
- IBO - Österreichisches Institut für Bauen und Ökologie
- wohnbund:consult - Büro für Stadt.Raum.Entwicklung
- Enlion Energy
- Pfarre Unterretzbach, vertreten durch Werner Pölz
- Gemeinde Retzbach, vertreten durch Bürgermeister Roland Toifl und Amtsleiterin Judith Toifl
Kontaktadresse
RfM_Räume für Menschen Architektur
Arch.in Mag.a Jutta Wörtl-Gössler
Wolfganggasse 12/Werkstatt
A-1120 Wien
Tel.: +43 (680) 122 60 81
E-Mail: office@rfm-architektur.at
Web: rfm-architektur.at