ClimateCare - Grünbewertung für klimavulnerabile Gruppen in urbanen Gebieten

Das Projekt nutzt Klima- und Satellitendaten, um den Zusammenhang zwischen städtischen Grünflächen und dem Wohlbefinden hitzeempfindlicher Bevölkerungs­gruppen in den zehn österreichischen Pionierstädten zu analysieren. Das Projekt liefert datengestützte Empfehlungen und Investitions­rankings für Begrünungs­maßnahmen wie Dach- und Fassaden­gärten, um den gesundheitlichen Nutzen und die Kosteneffizienz zu maximieren.

Kurzbeschreibung

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(Copyright: Spatial Services GmbH)

Ausgangssituation/Motivation

Die Bedeutung von urbanen Grünflächen (wie Parks, Gärten, Gebäudebegrünungen, von Bäumen gesäumten Straßen bis hin zu Friedhöfen) für das Wohlbefinden und die geistige, emotionale und körperliche Gesundheit werden in Zeiten des fortschreitenden Klimawandels immer wichtiger. Urbane Grünflächen rücken vor allem in den Sommermonaten durch die immer größere Hitzebelastung verstärkt in das Augenmerk der Raumplaner, Architekten, Magistrate, Mediziner und Sozialeinrichtungen.

Die urbanen Grünräume bieten eine Vielzahl von Vorteilen, darunter die Förderung von körperlicher Aktivität, die Verringerung des Stressniveaus, die Förderung sozialer Interaktionen, als niederschwelliger sozialer Treffpunkt insbesondere bei kleinräumigen Wohnungen, die Stärkung der Verbindung zur Natur und nicht zuletzt die Biodiversität und eine niedrigere Temperatur in den Sommermonaten.

Die Verteilung und Qualität urbaner Grünflächen in den Städten können jedoch sehr unterschiedlich sein, was möglicherweise zu Unterschieden im Wohlbefinden der Bewohner:innen führt und auch zur Benachteiligung sowie Aussetzen einem gesundheitlichen Risiko in Zeiten des Klimawandels.

Inhalte und Zielsetzungen

Das Projekt ClimateCare zielt darauf ab, Klima- und Erdbeobachtungsdaten zu verwenden, um die Beziehung zwischen urbanen Grünflächen und dem Wohlbefinden, allen voran für Alters- und Pflegeheime, Krankenhäuser und andere Einrichtungen, in denen Bevölkerungsgruppen vulnerabel gegenüber Hitze (hitzevulnerabel) leben, zu untersuchen.

Methodische Vorgehensweise

Konkret wird das Projekt durch die integrierte Auswertung von Klimadaten, inklusive der Einbindung von Klimadaten, und optischen Satellitendaten den Zusammenhang zwischen urbanen Grünflächen und den zuvor erwähnten sozialen Einrichtungen für hitzevulnerable Gruppen für 10 Pionier-Großstädte analysieren.

Klimadaten dienen als sekundäre und Sentinel-2 Satellitendaten als primäre Datenquelle. Sie werden für die Analyse von urbanen Grünflächen und den Bedürfnissen von hitzevulnerablen Gruppen in den 10 österreichischen Pionier-Großstädten verwendet. Zusätzlich werden sehr hochaufgelöste Luftbilder für Detailanalysen und qualitative Daten, mittels dem georeferenzierten Umfragewerkzeug "Bürgercockpit", erhoben und mit einbezogen.

Erwartete Ergebnisse

Ergebnisse werden u.a. sein:

  • Nähe von Alters- und Pflegeheimen, Krankenhäusern und andere Einrichtungen für hitzevulnerable Gruppen zu urbanen Grünflächen in den 10 Pionier-Großstädten erkennen und eine Klassifizierung für Bedrohung bei Hitze.
  • Empfehlungen für Investitionen in Begrünung (Dachflächen, Fassaden, u.a.), die potenziell den größten Nutzen für das Wohlbefinden für hitzevulnerable Bevölkerungsgruppen bringen könnten.

Mit ClimateCare können Handlungsempfehlungen generiert werden, an welchen Standorten von Alters- und Pflegeheimen, Krankenhäusern und anderen Einrichtungen Begrünung möglichst rasch und kostengünstig umsetzbar ist und welche Einrichtungen den größten Bedarf haben. Dies ist sowohl für den Bestand als auch für den Neubau anwendbar.

Städte werden durch ein mögliches Ranking, der dringend notwendigen Investitionen, den Handlungsbedarf gut einschätzen können. So entsteht nicht nur ein verbessertes und zielgerichtetes Wettbewerbsverfahren, sondern auch eine Bewusstseinsbildung gegenüber der Bedeutung von Grünräumen.

Dieser Ansatz lässt sich weiter durch die kostenfreien Klima- und Satellitendaten über Österreich und den ganzen DACH-Raum ausrollen und bietet somit den beteiligten Unternehmen ein weiteres lukratives Wirtschaftsmodell.

Projektbeteiligte

Projektleitung

Spatial Services GmbH

Projekt- bzw. Kooperationspartner:innen

  • Universität Salzburg – Fachbereich für Geoinformatik (Z_GIS)
  • GRÜNSTATTGRAU - Forschungs- und Innovations GmbH

Kontaktadresse

Spatial Services GmbH
Jakob-Haringer-Straße 8
A-5020 Salzburg
Tel.: +43 (662) 27 60 84
E-Mail: office@spatial-services.com
Web: www.spatial-services.com