EU-Kommission hebt Österreichs Umsetzung der Mission „Klimaneutrale Stadt“ als Vorzeigebeispiel hervor
Seit ihrem Start im Jahr 2021 wurden in allen Missionsbereichen wesentliche Fortschritte erzielt. Österreich wird dabei mehrfach als positives Beispiel für die nationale Umsetzung genannt. Insbesondere die Mission „Klimaneutrale Stadt" zeigt, wie europäische Klimaziele durch koordinierte Maßnahmen auf nationaler und kommunaler Ebene unterstützt werden können.
„Klimaneutrale Stadt" als europäisches Vorzeigebeispiel
Die Europäische Kommission hebt Österreich neben Rumänien und Italien als eines von drei Praxisbeispielen für die nationale Umsetzung der EU-Mission „Klimaneutrale und intelligente Städte" hervor. Die österreichische Initiative „Klimaneutrale Stadt" zeichnet sich insbesondere durch die enge Zusammenarbeit zwischen Bund und Städten aus.
Mit insgesamt 47 teilnehmenden Städten, die rund 41 Prozent der österreichischen Bevölkerung repräsentieren, trägt die Initiative den Ansatz der Mission „Klimaneutrale Stadt" über die ursprünglich ausgewählten Missionsstädte hinaus. Zwischen 2022 und 2024 wurden über nationale Programme rund 519 Millionen Euro für missionsrelevante Projekte bereitgestellt. Laut EU-Assessment haben die österreichischen Pionierstädte seit 2023 rund 4,8 Millionen Tonnen CO₂ eingespart.
Österreich zählt mit der Mission „Klimaneutrale Stadt" außerdem zu den drei Ländern, die über ein fortgeschrittenes Monitoringsystem mit definierten Indikatoren und einer eigenen Evaluierung für die Umsetzung verfügen.
107 Städte mit Klimaneutralitätsplänen
Bereits 107 europäische Missionsstädte haben sogenannte Climate City Contracts erarbeitet. Die darin vorgesehenen Maßnahmen weisen ein Treibhausgas-Reduktionspotenzial von rund 199,7 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalenten auf. Die Europäische Kommission spricht von einer beispiellosen Mobilisierung europäischer Städte für das Ziel der Klimaneutralität.
Besonders positiv bewertet wird, dass der Missionsansatz zunehmend über die ursprünglich teilnehmenden Städte hinauswirkt. Nationale Plattformen und der Austausch zwischen Städten tragen dazu bei, die Ansätze der Mission auch auf weitere Städte zu übertragen.
Koordinierte Umsetzung der EU-Missionen in Österreich
Die Europäische Kommission würdigt auch die übergreifenden österreichischen Koordinationsstrukturen zur Umsetzung aller fünf EU-Missionen. Die Mission Management Unit der FFG und die nationalen Mission Action Groups fördern die Zusammenarbeit zwischen Ministerien, Forschungseinrichtungen und weiteren beteiligten Organisationen.
Das Midterm-Assessment bestätigt damit die Fortschritte der EU-Missionen und unterstreicht zugleich die Bedeutung einer koordinierten Umsetzung, ausreichender Finanzierung und der breiten Anwendung erfolgreicher Lösungen.