Mission Klimaneutrale Stadt – Zwei Pionierstadt Ausschreibungen 2026
Mit dem Start von zwei Ausschreibungen setzen das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) und der Klima- und Energiefonds einen weiteren Schritt zur Beschleunigung der klima- und energiepolitischen Transformation in Österreichs Städten. Erstmals werden parallel zwei Initiativen im Rahmen der Mission „Pionierstädte" geöffnet: eine für Großstädte sowie eine für Klein- und Mittelstädte.
Ziel ist es, Städte als Treiber der Transformation zu stärken und innovative Lösungen für Klimaneutralität, Klimawandelanpassung und nachhaltige Stadtentwicklung umzusetzen. Insgesamt stehen dafür 11 Millionen Euro, dotiert aus Mitteln des BMIMI, zur Verfügung.
Einreichfrist ist für beide Ausschreibungen der 15. September 2026.
Partnerschaft für zukunftsfitte Großstädte
Die Ausschreibung richtet sich an österreichische Städte ab 50.000 Einwohner:innen, die mit dem Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) und dem Klima- und Energiefonds eine Partnerschaft eingehen. Angesprochen sind sowohl Pionier-Großstädte, die bereits Teil der Mission „Pionierstädte" sind, als auch Städte ohne bestehende Partnerschaft.
Ziel ist es, im Sinne einer sozial-ökologischen Transformation durch den Aufbau von Kapazitäten und Kompetenzen in Pionierstädten innovative Lösungen zur Stärkung der urbanen Resilienz zu entwickeln und durch die Umsetzung von Pionierstadtprojekten, zu beschleunigen. Dabei sollen in den Pionierstädten neben Klimawandelanpassung auch weitere Querschnittsthemen wie Gesundheit und Umweltbedingungen, Lebens- und Aufenthaltsqualität, attraktive öffentliche Räume, aktive Mobilität, Baukultur, gesellschaftliche Teilhabe, Akzeptanz, Finanzierung und Folgekosten adressiert werden.
Folgende 3 Ambitionsniveaus sind verpflichtend anzustreben:
- Governance: Urbane Resilienz insbesondere gegenüber den Folgen des Klimawandels systematisch und dauerhaft in der städtischen Verwaltung sowie in politischen und administrativen Entscheidungsprozessen verankern.
- Forschung und Umsetzung: Mindestens drei ambitionierte Pionierstadtprojekte zur Stärkung urbaner Resilienz, insbesondere im Kontext der Klimawandelanpassung, initiieren und vorantreiben.
- Lernumgebung: Urbane Resilienz – insbesondere durch Klimawandelanpassung – in der Stadt konsequent verankern und diese als Lernumgebung für Städte, Kommunen, Bundesländer und den Bund etablieren.
Pro Stadt stehen bis zu 700.000 Euro zur Verfügung, bei einem Gesamtbudget von rund 8 Millionen Euro.
Zur Ausschreibung für Großstädte
Partnerschaft für zukunftsfähige Klein- und Mittelstädte
Diese Ausschreibung adressiert österreichische Klein- und Mittelstädte zwischen 10.000 und 50.000 Einwohner:innen, die mit dem Klima- und Energiefonds eine Partnerschaft – eine öffentlich-öffentliche Kooperation (ÖÖK) – eingehen werden, um Klima-, Energie- und Umweltziele beschleunigt umzusetzen.
Dabei muss ein integrierter Ansatz berücksichtigt werden, der unterschiedliche Dimensionen wie Klimaschutz, Klimawandelanpassung, Kreislaufwirtschaft, nachhaltige Energieversorgung, nachhaltige Mobilität, Biodiversität und Bodenschutz, Ressourcenschonung und hohe baukulturelle Qualität, Green Finance sowie sozial inklusive Transformationsprozesse und die Stärkung regionaler Wirtschaft adressiert.
Folgende 3 Ambitionsniveaus sind verpflichtend anzustreben:
- Forschung und Umsetzung: Klimaneutralität, Klimawandelanpassung und Kreislaufwirtschaft in der eigenen Stadt durch Initiierung, Begleitung und Durchführung von zumindest drei Forschungs- und Umsetzungsprojekten beschleunigen.
- Governance: Klimaneutralität, Klimawandelanpassung und Kreislaufwirtschaft als Querschnittsthemen in der städtischen (und stadtregionalen) Governance etablieren und durch innovative Ansätze wirkungsvoll in allen relevanten Bereichen – Entscheidungen, Strategien, Prozessen, Maßnahmen und Strukturen – verankern.
- Lernumgebung: Klimaneutralität, Klimawandelanpassung und Kreislaufwirtschaft in der Stadt konsequent verankern und diese als nationale und internationale Lernumgebung für Städte, Kommunen, Bundesländer und den Bund etablieren.
Die maximale Förderung beträgt 500.000 Euro pro Stadt, bei einem Gesamtbudget von rund 3 Millionen Euro. Die Laufzeit der Partnerschaften ist mit drei Jahren vorgesehen.